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Dr. Regine Kleber and

María García

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AsFreeH2O: Eignung und soziale Akzeptanz von Wasserreinigungstechnologien unter Einfluss zukünftiger Meerwasserspiegelanstiege

AsFreeH2O: Eignung und soziale Akzeptanz von Wasserreinigungstechnologien unter Einfluss zukünftiger Meerwasserspiegelanstiege
Contact:

Dr. Martin Maier, Geographisches Institut, Universität Heidelberg

Prof. Dr.-Ing. Andrea Schäfer, Institut für Funktionelle Grenzflächen, KIT

Project Group:HEiKAexplore - FACE – Facing Environmental Change: Research, Communication, Action
Startdate:

01.04.2017

Enddate:

31.03.2018

Abstract

Abstract (max. 2000 Zeichen)
Veränderungen des Meerwasserspiegels haben in vielen Gebieten der Erde Einfluss auf die Wasserqualität
und damit auch auf die verfügbaren Süßwasserressourcen (Quelle). Arsenhaltiges und zunehmend salziges
Grundwasser ‐im Gegensatz zu mikrobiell belastetem Oberflächenwasser ‐stellt eine besondere
Herausforderung dar, die auch einer intensiven Betrachtung des sozialen Umfeldes der Betroffenen
erfordert. Die Behandlung des sichtbar verschmutzten Oberflächenwassers ist sowohl technologisch als
auch energetisch sinnvoller als die weniger offensichtliche Arsenbelastung des Grundwassers. Bisher
wurde jedoch zu wenig unternommen, um der Bevölkerung diese alternative und arsenärmere
Wasserressource nahe zu bringen. In diesem Projekt soll am Beispiel von Bangladesch der Grundstein
gesetzt werden, um die Herausforderung der Arsenbelastung durch intensive Kollaboration zu verstehen
und eine Herangehensweise zu entwickeln, die auf eine derartige Problematik angewendet werden kann;
• Technologisch: Zwei typische Technologien der Arsenentfernung, Adsorption (Heidelberg) und
Membrantechnologie (Karlsruhe) werden aufgrund der sich durch Meerwasserspiegel ändernden
Wasserqualität evaluiert.
• Sozial: In zwei verschiedenen Bezirken in Bangladesch (Pabna & Sylhet) werden durch eine vor Ort
tätige NGO aus Heidelberg (Agape e.V.) die Faktoren des sozio‐kulturellen Umfeldes im Hinblick auf die
sich durch Meerwasserspiegel ändernden Ressource Wasser evaluiert.
• Mit Hilfe der NGO wird in ethnologischer Ansatz aus Südostasien wird auf die lokalen Bedingungen in
Bangladesch angepasst, um die Denkweise und Bedürfnisse zu verstehen und zu berücksichtigen.
• Technologien zur Wasseraufbereitung und Lagerung werden in Hinsicht auf die Entscheidungsprozesse,
Akzeptanz sowie Parameter der Technologie‐Adaptation (Betrieb, Energieaufwand, Wasserqualität,
Distanz, usw.) integriert.
• Das Verständnis der Bevölkerung hinsichtlich (unsichtbarer) chemischer Wasserverunreinigungen wird
untersucht und durch verständliche Daten kommuniziert. Es wird untersucht inwieweit dieses Wissen
die Entscheidung für oder gegen Technologie beeinflussen kann.
Das Heika‐FACE Projekt wird als Anschubfinanzierung genutzt, um die Kooperation zu etablieren und erste
Ergebnisse für mindestens eine gemeinsame Doktorarbeit zu fördern. Die Beantragung weiterer
gemeinsamer Forschungsvorhaben wird angestrebt, um den Ansatz neben Bangladesch auch in anderen
Regionen zu evaluieren.