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Zukunftswissen. Kontingenz und Prognose in der Literatur des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit

Zukunftswissen. Kontingenz und Prognose in der Literatur des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit
Contact:

Prof. Dr. Dirk Werle, Uni HD

Prof. Dr. Mathias Herweg, KIT

Project Group:

HEiKAexplore

Funding:

HEiKAexplore: Textwelten und Wissensforschung 

Partner:

Germanistisches Seminar, Universität Heidelberg
Institut für Germanistik, KIT

Startdate:

01.01.2018

Enddate:

31.12.2018

Abstract:

Im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit werden Möglichkeiten und Techniken, Wissen über die Zukunft zu erlangen und damit die Kontingenz des menschlichen Lebens zu begrenzen, in literarischen wie in wissensvermittelnden Texten ausführlich verhandelt. War die Zukunft der Welt in der spätmittelalterlichen Sicht noch Teil eines göttlichen Plans, so erscheint Zukünftiges am Ende der frühen Neuzeit weniger durch Providenz als vielmehr durch naturwissenschaftliche Gesetzmäßigkeiten bestimmt, die sich durch Beobachtung und Extrapolation ermitteln lassen. Ziel des Forschungsprojekts ist es, den Wandel theologischer und mantischer Wissensansprüche über Zukünftiges hin zu naturwissenschaftlichen Modellen im deutschen bzw. europäischen Kulturraum auszuloten und deren Einbindung in literarische und nichtliterarische Textwelten zu beschreiben. Beantragt werden Mittel für zwei Stellen E 13 50% sowie zwei das Projekt begleitende Veranstaltungen (ein öffentliches Arbeitsgespräch, eine Tagung). Ein mediävistisches Teilprojekt untersucht die Inszenierung von Zukunftswissen im spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Prosaroman, ein neugermanistisches Teilprojekt erforscht die narrative Vermittlung von Prognosewissen in europäischer Erzählliteratur des 16. bis 18. Jahrhunderts vor dem Hintergrund der Entstehung der modernen Wissenschaft. Beide Teilprojekte schließen chronologisch und thematisch unmittelbar aneinander an.
Neben der Arbeit an den genannten Teilthemen dient das Projekt als Pilotstudie für die Beantragung einer interuniversitären Karlsruher und Heidelberger DFG-Forschergruppe "Unsicheres Wissen und fiktionale Welten in Spätmittelalter und früher Neuzeit".